Unsere Reifen-Fibel …

biete viele nützliche Informationen und ein Schlagworverzeichnis mit jeder Menge Begriffserklährungen rund um das Thema Autoreifen.

Aufbau des Reifens

Der Reifen besitzt verschiedene Bestandteile. Die Lauffläche liegt direkt auf der Straße auf. Sie besitzt so genannte Profil und Gummi-Lamellen, die verschieden angeordnet sind - je nachdem, ob es sich um einen Sommer- oder Winterreifen handelt. Die Lauffläche ist der meist beanspruchte Teil des Reifens und ist Abrieb und Verwitterung ausgesetzt.

Die Karkasse ist das Gerüst des Reifens. Sie ist aus mehreren Gewebeschichten, Kunstfasern oder Kunstseide bzw. Stahlbändern aufgebaut, die in harten Gummi eingebettet sind. Verschiedene Gürtel und Laufstreifen gewährleisten die Festigkeit. In der Karkasse herrscht ein großer Druck, durch welchen sie aufgespannt wird. Die innere Wand ist zudem mit einem besonderen Gummigemisch beschichtet, das verhindert, dass die eingeschlossene Luft mit der Zeit durch die Poren nach außen dringt. Die Seitenwände schützen die Karkasse vor äußerer Einwirkung und Zerstörung. Der so genannte Wulst verbindet den Reifen mit der Felge. Er besteht hauptsächlich aus Stahldrähten.

Bei den heute verwendeten Reifen werden die Karkassenlagen radial, das heißt im rechten Winkel zur Fahrtrichtung, angebracht. Diagonalreifen waren bis in die 1980er Jahre verbreitet und heute fast nur noch in der Landwirtschaft, bei Oldtimern und bei älteren Motorrädern üblich. Auch im Offroad-Bereich werden sie teilweise noch eingesetzt. Radialreifen erreichen eine höhere Lebensdauer als die früher üblichen Diagonalreifen.

Das Prinzip bei Radialreifen beruht auf einer klaren Trennung der Funktionen im Reifenunterbau. Dazu zählen radial angeordnete Karkassenlagen für besseres Einfedern, dazu stabilisierende Gürtellagen unter der Lauffläche. Innerhalb der Karkasse liegen die gummierten Cordfäden in einer oder mehreren Lagen radial, also im rechten Winkel zur Laufrichtung. Der Effekt ist – zusätzlich zur höheren Laufleistung – eine erhebliche Verbesserung in Bezug auf Haftung bei Nässe und in Kurven sowie bei den Laufeigenschaften.


Reifendruck – Plattfuß oder Spritsparer

Der häufigste Grund für einen Reifen-Ausfall ist zu geringer Reifenfülldruck, gefolgt von Beschädigung durch Hindernisse, Fremdkörper, Montagefehler, Öl- und Kraftstoffe, Hochdruckreiniger, Prüfstände und schließlich Überalterung.

Ein zu geringer Luftdruck führt dazu, dass der Reifen "gewalkt" wird, stark abnutzt und das Fahrzeug eine schlechte Straßenlage aufweist.

Ein zu hoher Luftdruck führt dazu, dass die Lauffläche nicht voll auf der Fahrbahn aufliegt und damit die Bodenhaftung abnimmt.

Angaben zum richtigen Reifendruck findet man meist auf dem Tankdeckel, am Türholm der Fahrerseite, im Typenschein oder der Bedienungsanleitung des Fahrzeuges sowie an der Tankstelle.

.Folgen von Unterluftdruck:

  • Steigender Rollwiderstand,

  • steigender Kraftstoffverbrauch,

  • steigender Reifenverschleiß (0,4 bar weniger-30% geringere Lebensdauer)

  • Der Reifen kann im Inneren geschädigt werden. Versteckte Reifenschäden können durch nachträgliche Luftkorrektur nicht beseitigt werden.

Ein Minderdruck von 0,2 bar führt zu einem Prozent mehr Spritverbrauch, bei 0,6 bar sind es bereits vier Prozent. Die Reifentemperatur wird sehr schnell (20 min.) sehr hoch (ca. 120°C) und droht, den Reifen selbst zu zerstören. Das bedeute, er verliert seine Lauffläche.

Stickstoff als Reifenfüllgas

Der ADAC empfiehlt die standardmäßige Befüllung von Pkw-Reifen mit Stickstoffgas wegen des ungünstigen Preis-Leistungs-Verhältnisses nicht. Es geht von Stickstoff allerdings auch keine Gefahr aus.

Ein mit Stickstoff befüllter Reifen lässt den Innendruck im Reifen geringfügig langsamer sinken, als dies bei einem gleichen Reifen mit Luftfüllung der Fall ist. Dabei handelt es sich aber nur um einen Unterschied von 1/100 bar über mehrere Monate. Für die Praxis des Kraftfahrers haben diese minimalen Unterschiede kaum eine Bedeutung, da der Reifendruck ohnehin regelmäßig kontrolliert werden sollte.


Reifen Lagerung

Der Reifen oder das Komplettrad ist kühl, trocken und in sauberer Umgebung bei Temperaturen unter 35°C, vorzugsweise unter 25°C zu lagern. Die Pneus sind möglichst dunkel, also vor Sonnenlicht oder starkem künstlichen Licht geschützt, einzulagern. Müssen Reifen im Freien gelagert werden, sollte dies nur unter einer lichtundurchlässigen Plane erfolgen. Im Lagerraum sollten sich die Reifen nicht zusammen mit Ölen, Fetten, Lacken oder Kraftstoffen befinden. Da Ozon besonders schädlich ist, sollten die Lagerräume keine Ozon freisetzenden Geräte, also beispielsweise elektrische Maschinen enthalten.

Generell ist die Lagerzeit so kurz wie möglich zu halten. Bei Kurzzeitlagerung bis zu maximal 3 Monaten sind die Reifen horizontal aufeinander und nicht höher als 1,20 m zu stapeln. Bei Langzeitlagerung sollen sie aufrecht in einer Lage auf Regalgestellen mit mindestens 10 cm Abstand zum Fußboden stehen. Wegen möglicher Verformungen sollten die Reifen einmal im Monat gedreht werden. Kompletträder werden hängend oder liegend,im Idealfall auf einer Holzpalette, eingelagert.


Reifenschäden

Auch moderne Reifen sind nicht gegen Beschädigungen gefeit (z.B. durch unsachgemäßes Überfahren von Bordsteinkanten).

Die Folge: Ein schleichendem Luftverlust, Anrosten der Stahldrähte im Gürtel oder gar das Ablösen der Lauffläche. Und das ist - vor allem bei hohen Geschwindigkeiten – extrem gefährlich.

Deshalb sollte man die Reifen von Zeit zu Zeit kontrollieren. Verdächtige Zeichen sind Schnitte, Risse, Beulen oder herausgebrochene Profilstücke. Natürlich auch eingedrungene Fremdkörper wie etwa Nägel. Sehr häufig kann man unregelmäßige Abnutzung der Laufflächen beobachten. Das ist immer ein Alarmsignal. Die Ursachen dafür liegen meist beim Fahrwerk oder bei der Lenkung. Aber auch die Bremsen oder eine Unwucht des Rades können eine solche Erscheinung auslösen. Führen Sie Ihren Wagen in solchen Fällen sofort einem Fachmann vor. Wird nämlich die Ursache nicht festgestellt und behoben, sind auch die neuen Reifen schon bald wieder kaputt.


Reifen-Schlagwortverzeichnis Von A bis Z



A

A/T : ALL TERAIN eine Bezeichnung bei Offroadreifen. Sie haben einen sehr ausgeglichenen Einsatzbereich zwischen Straße und Gelände.

ABE: Abkürzung für "Allgemeine Betriebserlaubnis"

Abrollumfang: ist die Strecke, die ein Rad, auf dem ein Fahrzeug rollt, bei einer Umdrehung zurücklegt

Anhalteweg: ist die Strecke, die benötigt wird um ein Fahrzeug beim Auftretens eines Hindernisses zum Stillstand zu bringen.Hierbei wird der Reaktionsweg und der Bremsweg addiert.

Aquaplaning: bezeichnet den Aufschwimmeffekt auf sehr nasser Fahrbahn. Besonders abgefahrene Reifen, hohe Geschwindigkeiten und ein dicker Wasserfilm begünstigen Aquaplaning.

Auswuchten: damit es nicht zu Schwingungen, Geräuschen und hohem Reifenverschleiß kommt, werden Unwuchten mit Trimmgewichten korrigiert. Bei einer dynamischen Kraftmessung an der Drehachse werden die Masse, der Winkel und die Seite der Felge, an der das Gewichte angebracht werden muss ermittelt.

All weather: andere Bezeichnung für „Allwetter“ oder auch oft „All Season“ genannt bei Ganzjahrereifen.

ABS: Das Antiblockier System (englisch Antilock Braking System) ist ein Bremsassistent der das Blockieren der Reifen verhindert und somit zur Verbesserung der Fahrsicherheit, zur Minderung von Verschleiß und einer höheren Spurtreue beiträgt.

ASR: steht für Antriebsschlupfregelung (ASR), sie wird umgangssprachlich auch oft Antischlupfregelung genannt. Sie verhindert ein durchdrehen der Räder beim Beschleunigen.

B

Bogger: Reifen für Schlamm und weiche Untergründe mit besonders grobem Profil. Für extreme Offroad Situationen.

Bar: Bar ist eine Maßeinheit für den Luftdruck..

BioTRED: Hersellungsverfahren von Goodyear, bei der die Gummikomponenten vor allem aus pflanzlichem Öl anstelle von Erdöl hergestellt wurden.

Breitreifen: eine Begriffsdefinition für Breitreifen gibt es nicht. Im allgemeinen sind damit Reifen mit einer Flankenhöhe von 55 und weniger gemeint (z.B. 195/45 R15)

Bremsweg: nennt man die Wegstecke die vom Beginn der Bremsung bis zum Stillstand des Fahrzeuges zurücklegt wird. (Geschwindigkeit / 10) x (Geschwindigkeit / 10) = Bremsweg in Meter.

Bremsplatten: können bei einer Vollbremsung entstehen. Die Reifen "radieren" dabei so heftig über die Fahrbahn, dass sie an der Blockierstelle lokal abgeschliffen werden.



Bodenfreiheit: der Abstand zwischen dem tiefsten Punkt der Karosserie und der Fahrbahn.

Bridgestone: einer der größten fünf Reifenhersteller Weltweit

Bach-Fluss Prinziep: Ableitungs und Verdrängungsprinziep, bei dem kleine Wassermengen in schmalen Profilrillen zu größeren „Flüssen zusammen“ geleitet werden.

C

Continental: einer der 5 Premium Reifenhersteller Weltweit.

ContiSeal : Technologie von Continental, mit der sie sich Verletzungen im Laufstreifen selbst abdichten. Eine abdichtende Lage im Reifen schließt augenblicklich die Durchstiche zum Beispiel von Nägeln.

C-Reifen: steht für Commercial und bezeichnet Reifen mit einem verstärktem Unterbau. Sie werden oft bei Transportern, Wohnwagen und Kleinbussen eingesetzt.

CBC:(Cornering Brake Control), eine Weiterentwicklung von ABS. Bremsvorgänge in Kurven werden noch sicherer und kontrollierbarer. Jedes einzelne Rad kann dosiert abgebremst werden.

D

DA Decken: diese Reifen weisen kleine optische Fehler auf. Haben aber vom Hersteller die volle Garantie.

Diagonalreifen: gibt es heute nur noch für zum Beispiel Oldtimer und Landwirtschaft. Sie haben schräg überkreuzte Karkassenlagen.

DOT-Nummer: DOT steht für Department of Transportation das US-amerikanische Verkehrsministerium. Die nummer vermerkt z. B. Produktionsjahr und Ort.

DSST: Dunlop Self Supporting Technology. Das von Dunlop entwickelte Notlauf-System

E

Ecopia: Energiesparreifen vom Hersteller Bridgestone

ECE-Kennzeichnung: eine europäische Richtlinie, Auf dem Reifen wird durch die "E-Nr." dokumentiert um welche Reifenausführung es sich handelt und, dass der jeweilige Reifen die Prüfkriterien ECE 30 bestanden hat.

Einpresstiefe: (bei Felgen) durch die Einpresstiefe (ET) kann die Spur eines Fahrzeugs verändert werden. Eine Verringerung der Einpresstiefe führt zu einer Verbreiterung der Spurweite, umgekehrt führt eine größere Einpresstiefe zu einer verschiebung der Reifenlauffläche nach innen. Anders gesagt: eine positive ET eine zum Radkasten verschobene Felge, eine negative ET lässt die Felge weiter aus dem Radkasten herausragen.

EMT: Abkürzung für das Notlauf-System von Goodyear "Extended Mobility Technology"

ESP: Elektronisches Stabilisierungs-Programm, bei einigen Fahrzeugherstellern auch anders benannt. Wurde durch die mercedes A Klasse und den legedären "Elchtest" berühmt. Dieser Assistent greift in kritische Fahrsituationen ein und hilft durch gezielt dosiertes Bremsen und Beeinflussung des Motordrehmoments wenn das Fahrzeug droht auszubrechen.

Energy Saver: So lautet die Markenbezeichnung für Energiespar-Reifen von MICHELIN


F

Felgenband: wird meistens verwendet, wenn ein Schlauch in den Reifen eingezugen werden muß zum Beispiel bei Oldtimerbereifung

Flankenhöhe: ist die Höhe des Reifens vom Felgenrand bis zur Lauffläche. Die Flankenhöhe steht im Verhältnis zur Reifenbreite. Bei einer Reifengröße von 205/55 R 16 gibt der Wert 55 (55 % der Reifenbreite) die Höhe des Reifens an.

Fliehkraft: oder auch Zentrifugalkraft genannt. Tritt bei rotierenden Körpern auf, die Kraft flieht (lat.fugere ) vom Zentrum.

Felgenschutzleiste: ein umlaufender Gummiring auf der Reifenflanke der das Felgenhorn vor Bordsteinkanten schützt . Dafür sorgt ein Wulstbereich, der für die Felge eine Art "Schutzwall" bildet. Diese besonderheit wird mit FSL (Felgenschutzleiste),MFS( mit Felgenschutz) oder FR (Felgen Rippe) auf der Reifenflanke angegeben

G

G-Kennzeichnung: Mit G gekennzeichnete Reifen sind speziell für Opel entwickelte Reifen

Ganzjahresreifen: .darunter zählt man Reifen die im Winter und im Sommer gefahren werden dürfen. Oft auch Allwetterreifen genannt verfügen sie über eine Schneeflocke als auch das M+S Symbol.
Diese Reifen können zwar von der Performance nicht annähernd an richtige Winterreifen herankommen, sind aber versicherugnstechnsich auf der sicheren Seite.

Geschwindigkeitsindex: gibt für einen Reifen die erlaubte Höchstgeschwindigkeit an, und ist auf der Flanke des Reifens abzulesen .

P = bis 150 km/h
Q = bis 160 km/h
R = bis 170 km/h
S = bis 180 km/h
T = bis 190 km/h
H = bis 210 km/h
V = bis 240 km/h
VR = über 210 km/h
W = bis 270 km/h
ZR = über 240 km/h
ZR mit Zusatzbuchstabe Y = bis 300 km/h

Gummimischung: Gemeint ist die Lauffläche. Hier gibt es verschiedenste Gummisorten mit unterschiedlichen Zusätzen. Für jeden noch so unterschiedlichen Anspruch.

Gürtelreifen: auch Radialreifen genannt wegen seiner Radial angeordneten Karkassenlagen.



H

High-Performance-Reifen: Marketing begriff einiger Reifenhersteller, besonders bei Reifen mit Hochgeschwindigkeitstauglichkeit.

Höhenschlag: von Höhenschlag spricht man wenn das Rad von einer seitlich betrachteten exakten Kreisbahn abweicht. dadurch übertragen sich Vibrationen auf das Fahrzeug, die durch ein Vibrieren oder Zittern des Lenkrads spürbar sind.

H/P (Highway Performance): Begriff aus dem Offroad bereich, für leistungsstarke SUV Reifen . Diese Pneus bieten auch bei Höchstgeschwindigkeiten optimale Kontrolle.

H/T(Highway-Terrain): Profilbezeichnung, meist für SUV´s ohne Offroad einsatz, die im Stadtverkehr und auf der Autobahn unterwegs sind.

I

Innenseele: Selbstabdichtende Gummischicht im inneren von schauchlosen Reifen, die das Austreten von Luft verhindert.

Intermediates: .Spezialbezeichnung für einen Rennreifen, der bei leicht feuchter oder abtrocknender Fahrbahn zum Einsatz kommt.

K



Karkasse: ist das Grundgerüst eines Reifens. Die Karkasse ist der entscheidende Festigkeitsträger eines Reifens.In der Regel bestehen Karkassen aus gummiummantelten Textilseilen die aus Kunstfasern wie Rayon oder Nylon hergestellt werden.

Kautschuk: wird aus dem weißen Milchsaft (Latex) des Kautschukbaumes gewonnen und wurde von Charles Nelson Goodyear als technisches Material entdeckt.

kPa: kPa (Kilopascal) ist eine Maßeinheit für den Luftdruck.
1 kPa = 0,01 bar
1 bar = 100 kPa.

L

Lamellen: Lamellenprofile haben eine sehr große Oberfläche und Stabilität. Einschnitte in den Profilblöcken wirken bei Winterwie kleine Mikrogreifkanten die zum erhöhen der Traktion beitragen.

Last-Index LI: Der Lastindex gibt die Tragfähigkeit eines Reifens an. Im PKW-Bereich reicht diese von LI 50 = 190 kg bis LI 124 = 1600 kg.

Lauffläche: ist die oberste Gummischicht eines Reifens, meisten mit einem Profil versehen.Das Profil der Lauffläche besteht aus Gummiblöcken und liegt direkt auf der Fahrbahn auf.

Laufrichtung: die vorgeschriebene Laufrichtung bei gebundenen Profielen wird auf der Seitenwand durch einen Pfeil angegeben. Winterreifen verfügen in der Regel über laufrichtungsgebundene Profilbilder.

lbs: lbs (pounds) ist eine amerikanische Maßeinheit (Gewicht).
1 lb = 0,4536 kg
1 Kilogramm = 2,205 lb

Leichtlaufreifen: Reifen mit geringem Rollwiederstand, auch Spritsparreifen genannt.

M

M+S: steht für Match & Schnee (deutsch), alle Winter - und Ganzjahresreifen müssen diese Kennung haben. Allerdings ist an die Kennzeichnung keine genau Definition gebunden.

Mindestprofiltiefe: in Deutschland müssen Sommer- und Winterreifen mindestens 1,6 mm Profil aufweisen. Allerdings sind ab 4 mm die tauglichkeit von Winterreifen sowie die Aquplaning eigenschaften von Sommerreifen schon stark eingeschränkt.

Mischbereifung: findet man meistens auf Sportwagen und getunten Fahrzeugen. Auf der Vorderachse werden „schmalere“ Reifen als auf der Hinterachse montiert

N

Niederquerschnittreifen: Die Bezeichnung wird üblicherweise für Reifen mit einer geringen Flankenhöhe verwendet, z.B. 245/35 R 17

Notlaufeigenschaften: die mit dieser Technologie ausgestatteten Reifen, bleiben in falle eines Reifendefekts weiter fahrbar, über eine Strecke von bis zu 250 km. Continental nennt es SSR (Self-Supporting Runflat Tire). Bei Dunlop die DSST (Dunlop Self Supporting Technology) und bei Goodyear steht auf den Reifen mit Notlaufeigenschaft EMT(Extended Mobility Tire).

Notrad: Mit einer maximal zulässigen Geschwindigkeit von 80 km/h, darf es nur bis zur nächsten Werkstatt benutzt werden. Es wird auch Sparrad genannt.

O

Off-Road-Reifen: Geländetaugliche Reifen für Off Road Fahrzeuge, sind aber Heutzutage auch oft auf so genannten SUVs (Sport Utility Vehicle) zu finden

P

Ply-Rating (PR):PR bedeutet Ply Rating (Lagenzahl, 6PR, 8PR,10PR). Sie ist noch bei verstärkten Reifen zu finden, insbesondere bei Reifen mit C-Kennzeichnung.

Profil:

psi: psi (pounds per square inch) ist eine amerikanische Maßeinheit (Reifenluftdruck).
1 psi = 0,0689 bar
1 bar = 14,504 psi

Q

Querschnittsverhältnis: gibt die Flankenhöhe im Verhältnis zur Reifenbreite an.

Quatrac: Profilname für Ganzjahresreifen des Herstellers Vredestein

R

Radialreifen: Bauart moderner Reifen auch Gürtelreifen genannt, aufgrund der radial angeordneten Karkassenlagen.

Regroovable: Als Kennzeichnung für Reifen bei denen das Profil nachgeschnitten werden kann. Üblich bei LKW Bereifung.

Rollwiderstand: ein rollender Körper erzeugt einen gewissen Wiederstand. Bei Autoreifen ist dieser Wiederstand abhängig von Gummimischung, Fülldruck und Profilgestaltung.

Runderneuerung: auf das Untergerüst eines „verbrauchten“ Reifens wird eine neue Lauffläche aufgummiert. Oft ist die Qualität dieser Reifen nicht gleichzusetzten mit Premiumprodukten, dafür sind sie aber wirtschaftlich und umweltfreundlich .

Run-Flat : Siehe Notfallreifen.

S

Sägezahnbildung: Eine besondere Form des Reifenverschleißes. Durch Reifencharakteristik und Fahrstil, oder auch durch eine falsche Achsgeometrie und defekte Stoßdämpfer kann es zu einer unregelmäßigen Abnutzung der Profilblöcke kommen, die im Seiten-Profil an Sägezähne erinnert.

Schlupf: Abweichen der Geschwindigkeiten von in Reibkontakt stehenden mechanischen Elementen. Bei durchdrehenden Reifen beträgt der Schlupf 100%.

Schneeketten: Schneeketten bilden ein Netz, das man über die Laufflächen des Reifens zieht. Nach der Anordnung der Ketten unterscheidet man weiter nach Antriebsketten und Spurketten.

Schräglaufwinkel:

Schneeflockensymbol: Dieses Symbol wird an Reifen vergeben, die bei einer Prüfung von der amerikanischen Straßenbehörde eine Mindesttraktion auf Schnee und Eis erreichen.

Seitenwand: andere Bezeichnung für die Reifenflanke.

Severe Snow Symbol: Symbol der offiziellen Einstufung für die Verwendbarkeit unter schweren Schneebedingungen. Es zeigt eine Schneeflocke vor einem Berg (stilisiert).

Silica: Silica (Kieselsäure) stabilisiert das Netz der Verbindungen zwischen den einzelnen Stoffen der Gummimischung. Im Vergleich zur herkömmlichen Struktur mit zwei Knoten (Schwefel und Kohlenstoff) erhöht die Dreiknoten-Struktur aus Schwefel, Kohlenstoff, und Silikat die Festigkeit der Gummimischung.

Semi Slick: Rennreifen mit Straßenzulassung, die im Vergleich zu Standardreifen eine höhere Haftung im Grenzbereich bieten,bei Regen aber wegen der flachen Profiltiefe schwächen haben.Vertreter dieser Reifengruppe ist zum Beispiel derToyo R888.

SmartTRED: technische Inovation von Goodyear, das eine aktive Anpassung an verschiedene Fahrbahnbedingungen ermöglicht.

Spikes: Bei vereister Fahrbahn geben kleine Eisenstifte auf der Lauffläche mehr Traktion.In vielen Ländern sind Spikes nur zu bestimmten Zeiten erlaubt und meist Geschwindigkeitsbegrenzung verbunden oder sogar ganz verboten.

Spur: Die "Spur" bedeutet nichts anderes, als dass alle vier Räder exakt in Gleichlaufrichtung eingestellt sind.Insbesondere sportlichen und hoch belasteten Fahrzeuge bedürfen einer regelmäßigen Überwachung

Sturz: Winkel, den das Rad zur Senkrechten hat. Man spricht von positivem Sturz, wenn das Rad oben nach außen geneigt ist und von einem negativen bei Neigung oben nach innen.

Schlauchlos: fast alle Autoreifen sind durch “tubless“ gekennzeichnet. Ein Schlauch ist nur bei Speichenfelgen nötig

T

Tragfähigkeit: gibt die Tragfähigkeit eines Reifens an. Siehe auch Last Index

Tread-Wear-Indikator TWI: Zur Beurteilung der Profiltiefe helfen die Abnutzungsindikatoren: kleine Stege bzw. "Erhebungen" in den Profilrillen, die bei abgefahrenen Profil sichtbar werden.Sind diese Stege auf gleicher Höhe wie das Restprofil, ist ein Reifenwechsel fällig.

Tubeless: fast alle Autoreifen sind durch “tubless“ gekennzeichnet.Übersetzt bedeutet das „schlauchlos“ Ein Schlauch ist nur bei Speichenfelgen nötig

U

Untersteuern: Eigenlenkverhalten, bei dem mit zunehmender Beschleunigung der Schräglaufwinkel an der Vorderen Achse stärker anwächst als an der Hinteren. Bei einer zu schnellen Kurve schiebt das Fahrzeug über die Vorderräder aus der Kurve hinaus

Unwucht: Einen Reifen läuft nicht „rund“ es werden vibrationen auf das Lenkrad übtragen. Eine KFZ Werkstatt kann durch Anbringen von Gegengewichten das „Flattern“ bei hohen Umdrehungsgeschwindigkeiten wieder ausgeglichen.

V

Ventil: Oft werden Schraderventile verwendet. Diese besitzen einen auch für Autoreifen vewendeten Ventileinsatz, welcher leicht gereinigt oder ersetzt werden kann.

Verzahnungseffekt:.Mit Lamellen ausgestattete Reifen weisen besonders viele Greifkanten, Rillen und Einschnitte in den Profilblöcken auf, die Verzahnung mit losem Untergrund wie Schnee ermöglichen.

Vulkanisieren: 1839 von Charles Goodyear entwickeltes chemisch-technisches Verfahren. Kautschuk wird unter Einfluss von Zeit, Temperatur und Druck gegen chemische Einflüsse sowie gegen mechanische Beanspruchung widerstandsfähig gemacht.

V- Profil: Profilbildbezeichnung bei dem die Profilrillen von der Reifenmitte aus in einem Spitzen winkel zur Flanke verlaufen ( V-Förmig ). Das Profil des Goodyear Eagle F1 ist ein typischer Vertreter dieser Gruppe.

W

Walkarbeit: Mechanisches arbeiten wie Kneten, Drücken oder Ziehen Bei Reifen mit zu geringem Reifendruck kann der Kraftstoffverbrauch erhöht und der Reifen sogar zerstört werden. Bei Offroad-Reifen kann diese Eigenschaft bewußt genutzt werden, z.b. bei extremem Gelände mit Geröll und Felsen.

Wasserverdrängung: schützt vor Aquaplaning. Bei einer Geschwindigkeit von 75 km/h können einige Reifen bis zu über 40 Liter Wasser verdrängen.

Winterreifen: Reifen mit einer kälte unanfälligen Gummimischung und Lamellenprofil, der ausreichende Hafteigenschaften auf Schnee entwickelt .

Wulst: . Die Wulst drückt fest gegen das Felgenhorn, und schleißt Luftdicht. Die Reifenwulst enthält mehrere Kerne aus Stahldraht.

Y

Y-Lamellen: sind eine Michelin Erfindung für Winterreifen. y-förmige Profilschnitte führen zu einer Verdoppelung der Profilkanten.

Z

Zoll: Zoll ist eine amerikanische Maßeinheit (Entfernung).
1 Zoll = 25,4 Millimeter
1 Millimeter = 0,03937 Zoll


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